Ganzheitliches Pflanzkonzept für die Gemeinde Haßloch

Antrag für FWU-Ausschuss am 10.09.2020

Sehr geehrter Herr Blöhs,

zu TOP 10 konkretisieren wir unseren bereits früher gestellten Antrag für ein ganzheitliches Pflanz- und Grünflächenpflegekonzept der Gemeinde.

1. Es wird ein innerörtliches Baumkataster erstellt, in dem alle öffentlichen Bäume unter Angabe von Art, Größe und genauem Standort erfasst werden.

2. Nach Vorliegen des Katasters erfolgt eine Auswertung hinsichtlich Art, Alter und Gesundheitszustand der vorhandenen Bäume und deren Bedeutung.

3. Die Umweltabteilung erstellt eine Liste mit heimischen Baum- und Gehölzarten, die dem Klimawandel trotzen und eine sinnvolle Ergänzung zur vorhandenen Flora darstellen.

4. In Straßen, in denen keine oder nur wenige Bäume sind, werden neue Baumscheiben bzw. Grüninseln geschaffen und mit geeigneten Bäumen/Gehölzen bepflanzt.

5. Die Gemeinde sucht ein geeignetes Gelände zur Anlage eines weiteren Hochzeitswäldchens.

6. Unter dem Motto „Unser Dorf soll grüner werden“ wird eine Baumpflanzaktion ins Leben gerufen, damit auch auf privaten Grundstücken wieder mehr Bäume wachsen. Die Bürger*innen können im Umweltbüro entsprechende Bäume (gem. Ziff. 3.) bestellen. Diese werden zum halben Einkaufspreis an die Bürger*innen abgegeben.

Begründung:

Mithilfe einer der zwischenzeitlich gängigen Baumkataster-Apps können sämtliche Bäume innerhalb der Ortslage Haßlochs einfach und effektiv erfasst werden. Die Erfassung könnte kostengünstig als Projekt einer weiterführenden Schule durchgeführt werden. Das Kataster dient als Grundlage für alle weiteren Planungen, wie die Standortwahl für bestimmte Arten. Es findet Berücksichtigung bei Bebauungs- und Grünordnungsplänen und für Ausschreibungen zur Baumpflege. Des weiteren dient das Baumkataster als Nachweis hinsichtlich der Durchführung von Kontrollen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde.

Da wir noch Jahrzehnte benötigen, bis alle Straßen im Ortsgebiet saniert und mit Straßengrün versehen sind, sollen auch in Straßen, die in absehbarer Zeit nicht in ein WAB-Programm aufgenommen werden, mit vertretbarem Aufwand Baumscheiben und/oder Grüninseln geschaffen werden.

Die beiden Hochzeitswäldchen sind gut angenommen worden und zwischenzeitlich voll belegt. Es ist daher erforderlich, ein neues Wäldchen anzulegen. Eine Pflanzaktion der Gemeinde soll dazu führen, dass auch in privaten Gärten klimaresistente Bäume und Gehölze wachsen. Die Umweltabteilung sammelt Bestellungen und besorgt die entsprechenden Bäume und Gehölze. Die Abgabe zum halben Preis soll einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Die Mittel hierfür werden dem Ansatz für das Grünflächenmanagements entnommen.

Bereits begonnene Aktionen wie die 30 Bäume vom Blaubär oder die Pflanzaktion der Jungen Union sollen in das Konzept integriert werden.

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